Aus aktuellem Anlaß präsentieren wir unsere aktuellen und die

 

zuletzt erbrachte Projekte nicht auf dieser Homepage.

 

Wir gehen 2024 NEU ONLINE-

auch in anderen Formaten und decken auf.

 

 

"Wer in sich ruht,

muss niemandem etwas beweisen.

Wer um seinen Wert weiß,

braucht keine Bestätigung.

Wer seine Größe kennt,

läßt den anderen die Ihre."                   Martina Grohskurth

 

 

Die Umsiedlung der Werkstatt steht an.

 

Bereits 2015 wollten wir diese Umsiedlung angehen und hatten dafür Kontakt mit dem Rathaus in Blumberg. Das ELR Programm wurde uns nicht gewährt.

 

Die Anschaffung einer 5- Achs CNC Maschine mußte vorgezogen werden- höchste Präzision in der Fertigung lassen erstklassige Projekte zu.

 

Informationen auch unter Stellenangebote.

Unser geschätzer Besuch im Juni 2023

Ursula Maier, Stuttgart, Schreinermeisterin, Innenarchitektin BDIA, Trägerin des Wirtschaftsmedaillenpreis von Baden- Württemberg

 

Thorsten Frei, MdB, Donaueschingen, Berlin

 

Vertreter der Handwerkkammer, Peter Schürmann und Dennis Schäuble

Pressemitteilung mit Foto

 

Drei Bauplätze einer Gemeinde gegen die Existenz eines Traditionsunternehmens

 

Einblick in 75 Jahre Schreinergeschichte in Blumberg-Riedböhringen und warum ein MdB und eine baden-württembergische Wirtschaftsmedaillienpreisträgerin vor Ort waren.

 

Am Dienstag 27. Juni, begrüßte das Traditionsunternehmen Gäste im Showroom der Schreinerei Bausch-Grohskurth in der Alemannenstr 43, in Riedböhringen. Darunter Thorsten Frei, Bundestagsabgeordneter der CDU und Ursula Maier, erfolgreiche Unternehmerin aus Stuttgart und Trägerin des Wirtschaftsmedaillienpreises des Landes Baden-Württemberg. Beiden war angesichts der Brisanz der Thematik enorm wichtig, das Unternehmen und die Beteiligten vor Ort kennenzulernen.

Bei der Präsentation der Problematik, der Vorstellung des Familienbetriebs und möglicher Lösungsansätze wurde Chefin Martina Grohskurth von den beiden Vertretern der Handwerkskammer, Peter Schürmann und Dennis Schäuble, unterstützt. Sie unterstrichen die herausragenden Leistungen des Unternehmens, und begrüßten ebenfalls, dass es in der dritten Generation weitergeht.

„Die Firma ist auf Zukunft gepolt, in den letzten Jahren wurde die Umsiedlung des Unternehmens weitgehend in die Alemannenstr. 43 in Riedböhringen umgesiedelt. Ein Ausstellungshaus mit Lager wurde gebaut, eine Lagerhalle für Massivholz errichtet, die Hofeinfahrt für LKW’s angepasst. In der Zwischenzeit wurden auch eine Dreifachverglasung im Ausstellungshaus in Eigenarbeit montiert. Zum einen zur Energiedämmung, zum anderen, um die Lautstärke der Außengeräusche zu dämmen, damit eine entspannte Beratungsumgebung entsteht“, so Martina Grohskurth.

Der letzte Baustein, die Umsiedlung der Werkstatt, wurde bereits im März 2015 bei der Wirtschaftsförderung im Rathaus Blumberg angefragt.  „Wir wollten versuchen, mit einem ELR- Programm aus dem Ortskern umzusiedeln“, so Firmenchefin Martina Grohskurth. Aber die Stadtverwaltung begrüßte die Umsiedlung nicht. Somit wurde der Neubau der Werkstatt in die Alemannenstraße vertagt, und an anderer Stelle investiert. Eine 5- Achs-CNC-Maschine wurde angeschafft.  Den Anspruch nach Präzision erfüllte sich mit dieser Maschine für die Schreinerei. „Wir sind somit wettbewerbsfähiger und können Aufträge schneller und genauer realisieren“, so Seniorchef Werner Grohskurth.

Im weiteren Verlauf des Gesprächs wurden dem MdB weitere wichtige Etappen der Firmenentwicklung und spannende Projekte sowie die genaue Problematik, die die Existenz der Firma massiv bedroht, präsentiert: Das Grundstück der Familie Grohskurth in der Alemannenstraße liegt im Gewerbegebiet Aitental 2 an der Nordausfahrt, direkt an der B27. An dieses Grundstück grenzt nach Westen ein Wiesenstück, das im Flächennutzungsplan immer als Mischgebiet ausgewiesen war. Diese beiden Gebietstypen sollten durch einen Erdwall voneinander getrennt werden, um Schallemissionen vom Gewerbegebiet ins Mischgebiet abzuschirmen. Der Erdwall wurde auf einer Länge von fünf Metern bereits errichtet.

Dieses Wiesenstück hat die Gemeindeverwaltung an einen Investor verkauft, der dieses Mischgebiet in ein allgemeines Wohngebiet umfunktionieren möchte. Folglich wird nach aktuellen Plänen die Gemeindeverwaltung das Grundstück im Gewerbegebiet der Schreinerei zu einem Mischgebiet deklarieren. Dies hat zur Folge, dass der bereits teilumgesiedelte Betrieb sein noch fehlendes Herzstück nicht bauen darf: eine Werkstatt.

„Die Unternehmer haben in der Vergangenheit versäumt, sich den Neubau der Werkstatt durch eine Planungssicherheit zu gewährleisten – mit dieser Begründung wurden alle Anträge auf Erhalt der aktuellen Nutzung durch die Gemeinde abgewiesen.“

 

Mit diesen Plänen der Gemeindeverwaltung entziehen sie der Traditionsschreinerei jegliche Zukunftschancen. Die alte Werkstatt in der Kirchbergstraße bietet keinen räumlichen Spielraum.
Die zugeparkten Straßen im Ortskern lassen großen LKW’s mit Sattelschlepper kein Durchkommen und erschweren zudem das Be- und Entladen.

Firmenchefin Martina Grohskurth nutzte während es Vor-Ort-Termins emotional aber in der Sache eindrucksvoll detailliert die Chance, die Gäste über die existenzbedrohenden Pläne der Gemeinde zu informieren. Wie sehr diese Entwicklung maßgebliche Vertreter des Handwerks empört, sah man an der Tatsache, dass mit Ursula Maier wahrscheinlich die weibliche Vertreterin des Schreinerhandwerks extra aus Stuttgart anreiste.

Ursula Maier, eine Kollegin sowohl als Schreinermeisterin, als auch Innenarchitektin, hat in ihrer erfolgreichen Lebens- und Firmengeschichte ähnliche Probleme gelöst, und Ihren Betrieb inzwischen erfolgreich an die vierte Generation – ihre Tochter Sarah Maier erfolgreich übergeben. Sie unterstützte während des Termins und schon während dessen Vorbereitung Martina Grohskurth mit Ihrer Kompetenz in Sachen Handwerk und rechtlicher Komponenten. Ursula Maier hat sich immer für das Handwerk und vor allem für Frauen im Handwerk stark gemacht. Sie wurde mit vielen Auszeichnungen bedacht, herauszuheben ist dabei die Wirtschaftsmedaille Baden- Württembergs.

„Handwerk ist in unserem Land eine wesentliche Stütze des Mittelstands. Von der Kompetenz und Zuverlässigkeit der Schreinerei Bausch-Grohskurth profitiert die Gesamtgemeinde. Ganz Riedböhringen kann stolz auf die Schreinerfamilie sein“, so Maier. „Der entscheidende Punkt für eine erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens ist, dass nur kurze Wege eine weitere zukünftige Entwicklung des Unternehmens ermöglichen. Für den finalen Baustein, die Umsiedlung der Werkstatt, wurde hier auf diesem Grundstück bereits alles dafür vorbereitet“, so Firmenchefin Martina Grohskurth.

Für den MdB kristallisierte sich am Ende eine eindeutige, wie einfache, Lösung nach Abwägung aller beteiligten Interessen ab: Damit beide Seiten ihre Zukunft sichern und dennoch mit- und nebeneinander existieren und wachsen können, sah er einen Lösungsansatz darin, dass der bereits angefangene Erdwall erweitert wird, damit er das gesamte Gewerbegebiet vom Mischgebiet trennt. Die Gemeinde würde dadurch drei Bauplätze verlieren, sich aber dennoch wie geplant in einem ausreichenden Maße erweitern können, genau wie die Schreinerei. Diese könnte dann wie geplant ihre Zukunftspläne umsetzen und ihre Existenz nachhaltig sicher. „Für mich ist das die einzig mögliche und logische Abwägung beider Interessen und damit die Sicherung des Gemeindefriedens, ohne dass diese ihr Hoheitsrechts über Gebühr durchsetzt“, so Frei. Am Ende verdeutlichten alle Beteiligten mit dem gemeinsamen Schlusswort: Es geht nur gemeinsam, die einfache wie überzeugende Lösung der aktuell noch verfahrenen Situation.